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Viele Grüße aus Chemnitz Konrad und Livia vom KFS
Transkript
Livia
00:00:00
Guten Morgen Konrad, hallo Livia. Willkommen zum KFS-Podcast, KFS-Audio.Wir sind aus der Sommerpause zurück.Es war ganz, ganz viel los. Wir haben jede Woche irgendwie ganz viel Neues erlebt.Und jetzt sind wir auch wieder, also existieren wieder im Pro,sind wir wieder gewohnt zu erreichen. Der Podcast läuft weiter. Ja.KFS-Audio. Insgesamt, wir hatten das große Vergnügen, einige der Freuden desSommerurlaubs, also nette Gespräche, kalte Getränke, tägliche Eispause,mit dem ersten großen Block des zweiten Halbjahres zu tragen.Es gab die Sommerakademie vom Ostra e.V.Da war Konrad mit dabei und wir waren in Chemnitz, was sehr schön war.Das ist natürlich für uns immer ein Heimspiel.Wir haben uns riesig gefreut. Es waren super viele Leute da und ich habe auchgesehen, dass mit dem Angebot zum Kommunalpolitik, das war direkt ausverbucht.
Konrad
00:00:58
Ja, ich hatte das große Vergnügen, den teilnahmestärksten Workshop zu führen.Also wenn 28 Leute vor einem sitzen und erfahren wollen, was ist Kommunalpolitik,was macht man da, wo sind die Rechten, die Möglichkeiten und Grenzen des Ganzen,das ist schon echt super.
Livia
00:01:15
Ja, mega.
Konrad
00:01:16
Hat mir mega viel Spaß gemacht. Ich fand es auch, wie gesagt,ich kann nur betonen, ich war von der Resonanz richtig geflasht.Hat mir gefallen, auch mal wieder in den Austausch zu kommen mit Leuten,die schon ganz lange ein Mandat haben, mit Leuten, die zum ersten Mal damitin Berührung kommen und dann die Gespräche, der Austausch, die dann anfangen,selbst organisiert durch den Saal zu fliegen.Das war super. Hat mir richtig, richtig, richtig Spaß gemacht.
Livia
00:01:49
Diese Folge im Fokus steht die Geschäftsordnung der sächsischen Gemeinderäten.Letzte Folge hatten wir die Hauptsatzung der Gemeinde, auch ein super wichtiges Dokument.Das sind so diese beiden wichtigen Dokumente, die wir in der Kommunalpolitik haben.
Konrad
00:02:05
Wir hatten es ja in der letzten Folge mit der Hauptsatzung, die so quasi wiedas Art Verfassungsstut einer Kommune ist und erstmal ganz klar regelt,wie sieht sie aus, wie verhält sich zum Beispiel nach außen.Und die Geschäftsordnung regelt jetzt den inneren Bereich.Vor allen Dingen den Geschäftsgang des Rates. Das fängt an bei so ganz wichtigen Sachen.Das klingt jetzt erstmal fast kleinkariert, aber es sind wichtige Sachen,wie zum Beispiel, wie lange ist die Ladungsfrist?Und wenn ich eine Ladungsfrist zu einer Sitzung des Rates habe,wie viel vorher muss die Einladung kommen? Wie muss die aussehen?Wie umfangreich sind die Anlagen dessen? Also wie läuft die Sitzung dann?Wer beruft sie ein? Haben wir feste Sitzungstage? Haben wir keine festen Sitzungstage?Wie benimmt man sich während einer Ratssitzung? Wie stelle ich eine Anfragean den Bürgermeister? Wie stelle ich einen Antrag?Also wirklich das ganz basale Handwerkszeug von Kommunalpolitikerinnen,wie sie ihr Ratsmandat ausüben.Wesentliche Teile davon sind in der Geschäftsordnung geregelt.Wie Geschäftsordnung aussehen kann.Dafür gibt es zum Beispiel Musterordnungen, die zum Beispiel der sechste Städt-und Gemeindetag hervorgibt, wo Möglichkeiten sind, die noch zu verändern oder,sag ich mal, auf die Gegebenheiten der Kommune anzupassen.All sowas findet ihr in unserem Fokusbeitrag über die Geschäftsordnung in densächsischen Gemeinderäten.
Livia
00:03:38
Neulich in der Zietenstraße ist bei uns das Sommerloch natürlich gewesen,aber der Oktober startet ganz groß weiter und direkt um die Ecke im Wirkbaumit der kommunalpolitischen Konferenz.Was natürlich ein Highlight ist, dass die auch in Chemnitz stattfindet.Ausgetragen, das klingt wie ein Fußballspiel, aber es ist auf jeden Fall hoffentlichschon ein großes Event von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.Die kommen hierher, also wirklich die Bundesstiftung, nicht in Anführungsstrichen nur Sachsen.Und somit kommen natürlich auch ganz viele Interessierte zu Kommunalpolitikaus dem ganzen Bundesgebiet zu uns mit Fortbildungen, allgemein einfach Erfahrungsaustausch,Diskussionen, Ideen finden, entwickeln.Und einfach da sein und sich mal sehen und andere Kommunalfreaks und super Begeistertesehen und sich einfach zusammen freuen, dass man eher Bock auf diese Geschichte hat.Die ist vom 9. bis 11. Oktober, natürlich in Chemnitz, im Wirkbau.Ja, an der Berger Straße, also das gibt es auch online, wenn man kann es sehen,rosalux.de slash kopokon und natürlich auch in den Shownotes verlinkt.Und da gibt es alles. wichtig, ja stimmt, die ist kostenfrei.
Konrad
00:04:54
Ja, die ist kostenfrei.Wir vom KfS sind jetzt bestimmt schon dann das dritte Mal dabei.Wir waren zweimal bei Copocons, die woanders im Bundesgebiet standgefunden haben.Die selbst müsste jetzt sogar die vierte, wenn nicht sogar die fünfte schon sein.Und das ist halt total toll, dass man da Menschen trifft, die aus dem ganzenBundesgebiet zusammenkommen und Kommunalpolitik machen, auch gerne eine progressiveKommunalpolitik machen und sich miteinander austauschen. Wie läuft denn dasbei dir? Wie läuft denn das bei mir?Es gibt ein breites Programm, an inhaltlichen Angeboten,von der Bauleitplanung über die Wärmeplanung, über Umgang mit antidemokratischenTendenzen im Rat und so weiter und so fort und daneben noch Rahmenprogramm.Wir selbst vom KfS sind mit unserem ganz großen Stand mit dabei.Wir werden da halt alle drei Tage stehen und unser Publikationsprogramm auslegen,selbst für Gespräche zur Verfügung stehen und allgemein uns einfach daran erfreuen,dass da sehr viele Menschen,zueinander finden und aufeinander kommen, die halt ein gemeinsames Interesseund ein gemeinsames Ehrenamt haben und das ist halt Kommunalpolitik.Das macht halt auch riesen Spaß. Wir waren dieses Jahr auf der Buchmesse,wir hatten die Sommerakademie, jetzt steht die Corpocon an.Und wir haben ja noch mehr vor mit dem zweiten Halbjahr. Wir sind halt auchgerade harter dran, ein Klassiker unseres Buchangebots zu überarbeiten.Zwei sogar, also zwei Bücher, die in ein neues Buch fließen.Diejenigen, die unser Sortiment gut können und vielleicht schon wissen,ah ja, da ist die Veröffentlichung schon ein bisschen länger her,könnte sein, dass das überarbeitet wird.Lasst euch überraschen, es wird neues Buch, das auch unserem neuen Reihenformatkommt. Es wird farbig, es wird,so aufbereitet sein, dass es noch lesbarer ist, noch zugänglicher ist.Also wer von den hörenden Menschen vielleicht schon mal das neue Mandatsbuchoder unser neues Öffentlichkeitsarbeitsbuch in der Hand hatte,kann zum Ende des Jahres einen Dritten in diesem Format, in dieser Machart erwarten, wo halt zwei,alte Bücher in dieses Neue zusammenfließen.Und wo wir gerade bei Publikationen sind, die DKF 12 ist ja zum Sommeranfangrausgekommen mit dem Thema krisenfeste Kommune und wir arbeiten jetzt schon an der 13.Die nächste Ausgabe unserer Zeitschrift, so viel sei vorbeverraten,wird den Schwerpunkt haben, kommunale Gesundheitspolitik.
Livia
00:07:18
Und da habe ich ja schon ein paar Leute im Kopf, die sich mir vorstellen können,die man da auf einmal sieht. Schön.Weiter geht es mit aktuellem und Wissenswerten. Wir haben wieder viele kleineKommunalnews und auch größere.Das AKD hat das Bauhausmanifest 2026 rausgebracht.Bauhaus steht ja für eine ganz besondere Haltung auch zu designen,das mit einem politischen Anspruch zu verbinden, für Demokratie,für Menschen, also mit einer humanistischen Grundhaltung.Und das auch Design zugänglich oder Räume gestalten soll für alle und eben nicht nur für wenige.Dieses Manifest können Gemeinden gerne unterzeichnen und eine erste Unterzeichnunggibt es nämlich schon und zwar vom Deutschen Städtetag.
Konrad
00:08:22
Das ist insofern bemerkenswert, wenn man sich vielleicht mal kurz vor Augenhält, was das Bauhaus war.Das war ja quasi der Versuch, der Moderne eine Formsprache und Ästhetik zu geben,die halt nicht elitär war, die nicht nur für wenige Menschen da war,sondern einer werdenden Massengesellschaft einen Anspruch und ein Niveau zu geben.Also im Ausdruck von Kunst, Kultur, Bauwerk, also eine gewisse Ästhetik,aber immer mit dem klaren Statement einer sozialen Öffnung, demokratischer Grundwerte.Und so will halt auch das Bauhausmanifest verstanden werden,nämlich, dass man halt dieses Erinnern braucht, dass solche Vorstellungen undWerte gelebt werden mussten und auch gelebt werden müssen.Und ganz besonders kann ich ehrlich gesagt auch mit dem letzten Satz des Manifestsschließen, wo klipp und klar einfach für sich drin steht, Kultur,Feindlich, Nationalismus lehnen wir ab.Und damit ist eigentlich alles an dieser Stelle gesagt, finde ich.
Livia
00:09:23
Die Kreditinstalt für Wiederaufbau, also das KfW, hat die Charter für Demokratie ins Leben gerufen.Das ist eine Initiative, die Demokratie und Praxis auf kommunaler Ebene fürEngagierte in Unternehmen erleichtern möchte.Also auch wieder was zum Unterschreiben, aber diesmal nicht für die Kommunen,sondern für Unternehmen.
Konrad
00:09:44
Ja, ganz spannendes Vorhaben, weil es kratzt an etwas, das Kommunalpolitik leiderauch kennt. Wenn man so ein Mandat hat, das ist zeitintensiv.Und das muss man ja auch irgendwie in Vereinbarung bringen mit solchen Nebensächlichkeitenwie dem Privatleben und Arbeit.Und da finde ich das spannend, dass dann unter der Schirmherrschaft der HessischenStaatskanzlei die KfW eben dieses Projekt initiiert hat.Da sind auch schon eine Handvoll Unternehmen mit an Bord, also große Unternehmenwie die Deutsche Bank oder die Fraport, also die Betreibergesellschaft hintermFrankfurter Airport, aber zum Beispiel auch kommunale Versorgungskassen.Und das Anliegen des Ganzen ist, dass man als Unternehmen, das sich dort beteiligt,wie eine Art Selbstverpflichtung abgibt, zu sagen, wir wollen zum einen,in unserem Unternehmen demokratische Werte fördern, wir wollen kommunalpolitischesEngagement unterstützen und wir wollen Diskurs über Demokratie und Haltung ermöglichen.Also wie das dann im Einzelnen ausgestaltet ist, das ist den Unternehmen selbst,freigestellt, aber allein dieser Punkt zu sagen, wir unterstützen kommunalpolitischesEngagement, wir gucken dann halt vielleicht auch nach.Es mag nach Banalitäten klingen, aber an sowas hängt es dann wie Schichtpläne,Zeitpläne, stellen wir Leute frei,ermöglichen wir das dann quasi dieses zeitaufwendige, aber so wichtige Ehrenamtin diesem Unternehmen stattfinden kann oder da einen Platz haben kann.Das finde ich echt klasse.Das ist super, weil an solchen Sachen hapert es halt oft, dass Leute sagen,kann ich nicht oder möchte ich eigentlich schon, aber wie wird es denn dann,mit der Zeit, mit der Arbeit, mit allem möglichen?
Livia
00:11:18
Na klar, also das ist ja auch ganz häufig, wenn man fragt, ja Kommunalpolitik.Ich habe erst heute auf dem Balkon, in der Vorbereitung auf die Folge habe ichdas gesehen, dachte mir, ja super, finde ich wunderbar und habe einen Mitbewohnergefragt, meinte, ja, könntest du dir noch ein kommunales Mandat vorstellen?Und da war so, zeitlich eigentlich nicht, aber ich würde es trotzdem versuchen.Ja, super, okay.Ich wohne mit den Lieben zusammen, die natürlich auch sehr viel Engagement mitbringen.Aber es ist ja dann, man muss dann sozusagen schon ein bisschen verrückt sein,wenn man alles unter einen Hut bringen will.Und das ist ja super schade, weil es ja eigentlich auch ganz,ganz viel Beteiligung ist und den Raum um uns herum zu gestalten gilt.Und das dann so den Menschen vor uns zu enthalten, ja, ist schade.Also ich bin Fan, ich finde das ganz, ganz schön, hat mich da sehr gefreut.
Konrad
00:12:13
Bringt auch gleich kurz zum nächsten Punkt.
Livia
00:12:16
Das familienfreundliche Ehrenamt in der Kommunalpolitik ist auch eine Initiative von EAF Berlin.Und da geht es auch darum, kommunalpolitisches Engagement irgendwie vereinenzu können mit dem Privatleben, spezifisch halt mit Familie und Beruf.Also gleiches Ding mit dem kleinen Kind zu Hause. Es ist sehr zeitintensiv unddie Nächte sind nicht immer so von Schlaf geprägt, wie man sich das gerne wünschenmöchte und dann muss man auch das Kind in die Kita fahren und dann ist das Kind krank.Und ja, also auch da gibt es einen Leitfaden diesmal.Die haben schon mal eine Forschung, ich glaube 2024 war das,geschaut, okay, wie läuft denn das gerade bei Frauen in der Kommunalpolitik?Da haben wir ein bisschen Forschung betrieben und daraus jetzt wird das weitergeführtin einem Leitfaden. Und das ist ja super.
Konrad
00:13:06
Genau, die Institutionen der ERF Berlin, die machen so Frauenförderung,Diversity Management schon seit Jahrzehnten. Die haben da eine übelste Expertise drin.Also ganz groß ist da eben diese Studie, die du gerade angesprochen hast,wo sie erst mal so analytisch erfasst haben, woran hapert es denn eigentlich?Wo liegen die Probleme, dass Familie und dieses fordernde Ehrenamt nicht soganz übereinander kommen?Und haben dann eine Best-Practice-Sammlung erstellt, die zum Beispiel Handlungsmöglichkeitenumfasst, wie Ausgestaltung und Terminierung der Ratssitzung.Wann sind die denn und wie lange gehen die denn? Es macht schon einen großenUnterschied, ob die vielleicht schon 17 Uhr anfangen oder erst 19 Uhr und dannbis 23 Uhr gehen oder weit bis spät in die Nacht.Sie haben sich auch angeguckt, wie meist in den größeren Städten, wo es Räte gibt.Ich bin mir klar, dass das jetzt nicht jede Gemeinde so leisten kann,aber sowas wie Angebote der Kinderbetreuung oder die Möglichkeit,doch auch mal ein Kind mit in den Ratssaal zu nehmen.Das zielt natürlich vor allen Dingen dann auch auf die Frauen,die in der Kommunalpolitik sind, aber man sollte die andere Hälfte halt nichtvergessen, nämlich die, die dann halt,eben sich nicht hinstellen und sagen, das interessiert mich nicht,das geht mich nicht an, es geht einem schon was an, wenn halt beträchtlicheTeile der Bevölkerung von Kommunalpolitik nicht somit engagiert machen können, weil ihnen rollenverständnismäßig halt zum BeispielCare-Arbeit auferlegt wird.Diese Studie also, extrem gute Arbeit, wie ich finde, wurde dann nochmal 2025,das zweite Handreichung dazu,überarbeitet, nochmal nachgeschäfft, nochmal mehr Praxisbeispiele gefunden undwas ich ganz toll finde, in wie eine Art Checkliste überführt.Die kann man sich hernehmen und schauen, aha, das sind alles Handlungsfelder,um die Familienfreundlichkeit, Vereinbarkeit von Kommunalpolitik mit allen anderenSachen besser zu machen.Und da kann man dann wie abstreichen, was macht denn meine Kommune schon undwo könnte man noch was machen?Also eine unbedingte Leseempfehlung unsererseits, sich damit auseinanderzusetzen.
Livia
00:15:06
Und die sind auch auf jeden Fall, also sowohl die Studie als auch jetzt derLeitfaden verlinkt in den Schaunotes.Ja, reingucken, lässt sich da glaube ich sagen.Weiter zu einem neuen Thema.Das Deutsche Institut für Urbanistik, DIFU.Das hat lokale Strategien zum Umgang mit Rechenzentren gefordert.Beziehungsweise gesagt, ja, die brauche es halt.Und das ist natürlich auch ein Thema, was mir irgendwie wieder am Herzen liegtoder wo ich das sehr kenne.Es gibt ganz um die Ecke im Vogtland ein Unternehmen, ein größeres IT-Unternehmen,die eben ein Rechenzentrum dort haben.Und da würde ich sagen, auch von dem, was ich von dem Unternehmen weiß,ja, das sind welche, die auch auf die Umwelt achten und die noch,würde ich sagen, vom Unternehmen her Good Practice nachzusagen ist.Und dann gibt es ja gleichzeitig diese Beispiele aus den USA,wo riesige Rechenzentren für sogenannte KI gebaut werden und da Massen der Gastropiengebaut werden, das Wasser verschmutzt wird.Und beides heißt halt Rechenzentren. Rechenzentrum. Und da finde ich es ganzwichtig, auch zu sagen, okay, diese Rechenzentren sind aber eine wichtige Sache,über die wir trotzdem reden müssen.Denn die sind ja auch für Kommunen wichtig. Also ob das der Terminkalender ist,ob das das digitale Parkticket ist, die Webseite, all sowas braucht ja auchServer, die in irgendeinem Rechenzentrum sein müssen.Und da macht es ja Sinn, auch kommunal das zu managen und das vielleicht auchin der Kommune direkt zu haben.Was ja aber natürlich eine ganz andere Dimension ist. und eine ganz andere Vorsorgebraucht wie Hyperscaler.Und hier geht es auch ganz konkret darum, dass man sagt, die Ansiedlung vonRechenzentren und eben dann die damit verbundene Wirtschafts- und Standortpolitik,die braucht mehr Aufmerksamkeit.
Konrad
00:17:04
Weil es halt um auch ganz klassische Kernthemen der Kommune geht.Daseinsvorsorge, das Digitale gehört mittlerweile dazu, Kritis,also klar sind Rechenzentren Teil der kritischen Infrastruktur,aber halt auch das ganz basale Handwerkszeug, Flächenplanung.Wo stellen wir das hin? Wie viel braucht das?Liegt da ein Stromanschluss? Liegt da eine Wasserversorgung?Wie viel ziehen die aus dem Netz? Wie viel ziehen die aus dem Fluss? All solche Sachen.Und da deren Bedeutung immer wichtiger wird, da hast du deutlich mehr Ahnungals ich und sie kannst vielleicht die Entwicklung auch so ein bisschen vor deineminneren Auge schon sehen, wird es halt auch tatsächlich ein Thema für die Kommunen.
Livia
00:17:42
Ja, auf jeden Fall. Also es macht ja total Sinn, sich damit jetzt auseinanderzusetzen,als dann in fünf Jahren dazustehen und zu bemerken, oh, hier wäre etwas Regulierungoder Leitfaden sinnvoll gewesen, denn natürlich gibt es die negativen Effekte,aber auch ein Unternehmen, was,ein sozialverträgliches Rechenzentrum baut, das ist ja auch super für die Kommune.
Konrad
00:18:05
Ja, klar, als Wirtschaftsfaktor, ne?
Livia
00:18:08
Der Sächsische Städte- und Gemeindetag hat sich gefreut, denn Land und Kommuneschören ein Entlastungspaket für 2027, 2028 und da geht es wirklich um absurde Summen,rund 930 Millionen Euro zusätzlich.
Konrad
00:18:28
Ja, das Ganze findet statt im Rahmen des Finanzausgleichs, der jetzt mit demkommenden Landesdoppelhaushalt für die Jahre 2027 und 2028 verabschiedet werdensoll. Also der Landeshaushalt selbst ist Stand jetzt, wo wir diesen Podcastaufnehmen, ja noch im parlamentarischen Prozess und nicht beschlossen.Aber was dort drin steht, ist halt eben diese Einigung zwischen Finanzministeriumund Spitzenverbänden zu sagen,wir stecken diese und jene Summe in den kommunalen Finanzausgleich rein,damit wir zumindest dafür sorgen, dass das Loch, das gerissen ist, nicht größer wird.Also das muss man leider trotzdem so hart sagen. Das ist nicht,dass hier irgendwie ein strukturelles Defizit aufgehoben wird oder das Lochwieder zugeschüttet wird. Man hat dieses Loch in den Haushalten und jetzt sorgtman mit so etwas dafür, dass es wenigstens nicht größer wird.Und du hast ganz recht, die Summen, die da reingesteckt werden,die wachsen einfach nur an.Einer der Kernpunkte dieses Finanzausgleichs, dieser Einigung,ist jetzt zum Beispiel ein Sonderlastenausgleich für Sozialausgaben.Da kommen noch mal knapp 322 Millionen Euro, um genau zu sein,pro Jahr in den Finanzausgleich obendrauf.Der Finanzausgleich hat dann ein Volumen von 4,9 Milliarden Euro pro Jahr.Das ist noch mal 1,3 Milliarden Euro mehr als in den Vorjahren.Man sieht es halt.Das Land versucht auszugleichen wo es nur geht, aber ja.
Livia
00:19:56
War es das schon?
Konrad
00:19:57
Ja.
Livia
00:19:58
Das kann doch nicht sein.
Konrad
00:19:59
Doch.
Livia
00:20:00
Also, kurze Frage. Ja.
Konrad
00:20:04
Und zum Schluss noch eine Bemerkung von mir, weil das so ein tolles Gefühl war,endlich mal wieder mit so vielen Menschen gleichzeitig über Kommunalpolitikzu reden, auf der Sommerakademie,mit so vielen Menschen gleichzeitig über Kommunalpolitik reden zu können, wie in der Kurpokon.Wir kommen auch gerne zu euch. Wir sind nicht nur in Chemnitz unterwegs.Unsere Veranstaltungen, unsere Bildungsformate, die kann jeder und jede in Sachsen buchen.Alles, was wir brauchen, ist ein Ort und wenigstens sechs Leute, die mitmachen wollen.Und ansonsten kann man uns, wenn man das hat, jederzeit anrufen,ein Mail schreibe und sagen, hey, ich habe hier Interesse, ich habe hier interessierteLeute, die wollen so einen Einblick haben, was macht denn kommunalpolitik?Und sagen wir, super, wir kommen vorbei.Also wir fahren auch, wir fahren in alle Himmelsrichtungen.Ja, solange es in Sachsen ist, kommen wir zu euch rausgefahren.
Livia
00:20:55
Und wir sind natürlich auch gut vernetzt, das heißt, wenn ihr vielleicht hierzuhört und euch denkt, ach, zur Copocon würde ich wirklich gerne fahren,aber Hotel kann ich mir nicht leisten, kenne ich, ja, also,wir sind ja hier in Chemnitz, wir kennen die üblichen Verdächtigen,können dann sicherlich auch vermitteln, dass man dort einen Platz findet, auch da,um Kommunalpolitik und kommunalpolitisches Engagement möglich zu machen.Ist das ja eine gute Adresse. Deswegen sagt Bescheid, wenn ihr Lust habt,dass wir vorbeikommen oder ihr hierher kommen wollt.
Konrad
00:21:29
Wir freuen uns so oder so.
Livia
00:21:31
Na dann.Oh ne, die ganzen lustigen Effekte kommen erst später drauf.Oh.
Konrad
00:21:54
Der Kommunalkermit.
Livia
00:21:56
Ja. Der Kommunalkermit. Ich glaube, Folge 5.
Konrad
00:22:02
Folge 5 machen wir in Kommunal... Wir haben jetzt Folge 5, genau.Ich habe gerade nochmal reingeguckt, Folge 4 war, manche wollen meckern.Folge 5 Kommunalkermit.
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